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Das Krümel

Großstadtkind. Verwirrte 5zehn. Träumt, lacht & redet viel. Liebt das Leben, die Musik, die großen Freundschaften & kleinen Kriege.

Naddy
Desilein
Sternenmädchen
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Hallo Realität.

Ich habe mir geschworen, nicht sofort allzu grummelig zu werden. Dafür ist es schon zu spät. Kaum bin ich wieder da, geht es weiter, wo es aufgehört hat, nur mit halber Itensität. Vier Stunden Schlaf im Auto, zehn Minuten Duschen und ab zur Familienfeier. Ankommen können wir schließlich auch morgen noch.
Krümel kämpft sich durch zweitausend Fotos, warum sie auch alles und jeden dreißig Mal ablichten muss. Im Moment macht es mich einfach wütend.
Dieses Land. Ich kann es nicht sagen. Unbeschreiblich schön. Und vielleicht schmerzt es gerade darum so sehr, wieder hier zu sein? Es ist Unsinn, was solls. Ich wäre wirklich nicht gern länger dort geblieben.

Drei Wochen lang, die sich anfühlten wie zwei Tage, und nur an den ungewohnten Werbetafeln kann man eine Veränderung in der Stadt ausmachen. Es gibt zu viele wundervolle Menschen. Warum werdet ihr nicht einfach alle Schriftsteller? Weil es zu einfach wäre. Und doch, ich würde jedes Buch kaufen. Statt dessen lese ich in einer Nacht nach, was ich drei Wochen lang verpasst habe, fühle mich unendlich klein, und werde ja doch nicht fertig. Ich bin müde.

Genau darum tut es so entsetzlich weh, heimzukommen. Nach drei Wochen wird man eben nicht vermisst, schließlich sind Ferien.
Diesmal ist es schlimmer als sonst. Obwohl ich das jedes Mal meine, was absurd ist, weil es doch immer wieder gleichsam unbedeutend ist. K hat mich einmal gefragt, ob ich ihn vermisse, und ich habe entschieden und ohne groß nachzudenken verneint. Ich vermisse niemanden im Urlaub, habe ich gesagt, und es war und ist die Wahrheit. Und ich weiß, dass er mich ebensowenig vermisst hat, aber von Anfang an war die Vorfreude, zu hören, dass er es dennoch sagt, und ich hätte es ohne Probleme erwidert. Ein Netz aus Unbedeutsamkeiten und kleinen Alltagslügen, das macht uns beide aus. Es ist ohnehin bedeutungslos, solang er nicht da ist. Er wusste, wann ich wiederkomme, er hätte doch Bescheid gegeben, wäre er genau jetzt verreist. Oder? Morgen werde ich ihn noch ein viertes Mal anrufen, und dann ist er an der Reihe.

Ich gehe schlafen. Morgen komme ich an, mit Auspacken, heißem Bad, Zeitungsabonnements durchblättern und SchülerVZ-Fotoalben anlegen. Die restlichen zwei Wochen werde ich das letzte Schuljahr Chemie begreifen. Wünscht mir Glück dabei.

11.8.08 03:06


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